Elektroautos in Norwegen

10/08/2018 at 23:23 (Kultur) (, , , , , , , , , , )

Glücklicherweise brauche ich hier nicht selbst zu recherchieren, die Tagesschau hat heute einen Beitrag zu Elektroautos in Norwegen gebracht 🙂

https://www.tagesschau.de/ausland/elektroautos-norwegen-101.html

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Was sich verändert hat in den letzten Jahren

16/07/2018 at 20:15 (Uncategorized)

Ich kann nicht umhin festzustellen dass sich der Stil in diesem Blog sehr verändert hat, zwischen 2011 und heute. Weniger witzig, nehme ich an, ganz sicher weniger spitz. Woran liegt das?

Zweierlei. Zum einen versuche ich mir das spöttische abzugewöhnen. Die meisten Dinge im Leben verdienen es ernst genommen zu werden, und wenn nicht, dann doch die Menschen, die hinter den Dingen stehen. Und so viel unverständliches, manchmal sogar böses wir Menschen auch tun, steckt doch erstaunlich selten böse Absicht dahinter. Ich versuche also mehr aktiv als früher meinen Mitmenschen mit Respekt und grundlegender Gutwilligkeit zu begegnen.

Zum anderen ist mir der schräge Blick auf die norwegische Gesellschaft natürlich mit der Zeit etwas abhanden gekommen, in dem Maße in dem ich norwegischer und weniger deutsch werde. Heute ist mir Norwegen vertrauter als Deutschland, die Abläufe hier fühlen sich natürlicher an als dort. Ich habe hier in Norwegen fast mein ganzes Berufsleben verbracht, Kinder geboren, ein Haus gekauft, mich mit Kindergärten und Schulen auseinandergesetzt und bin auf intensivmedizinische Hilfe angewiesen gewesen. Alle diese Erlebnisse kann ich nicht mit entsprechenden deutschen Erlebnissen vergleichen. Vor sieben Jahren hätte ich das nicht gedacht, aber Norwegen ist doch irgendwie „zu Hause“ geworden 😊

Jetzt aber bin ich auf dem Weg in den Urlaub nach Deutschland- und vielleicht kommt der schräge Blick ja zurück, bloß andersherum 😁

PS: Und falls jemand qualitativ zu Akkulturation forscht, stelle ich mich gerne zur Verfügung 😀

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Vegetarier/Veganer in Norwegen

11/07/2018 at 22:59 (Kultur) (, , , , , , , , , , , )

Ein Eintrag pro Jahr… 😉

Hier also, auf Anfrage, ein paar Worte zum kulinarischen Angebot für Vegetarier und Veganer in Norwegen.

Im großen und ganzen: alles bestens! Das Angebot ist vor ein bis zwei Jahren explodiert, jetzt findet man in allen Supermärkten Fleischersatz der einen oder anderen Art. Sowohl fleischlose Wurst als auch fertiges „Vegetarfleisch“ für das Mittagessen gibt es hier überall. Tofu gibt es nicht in allen Ketten-Supermärkten, aber in einigen, und in den Asien-Geschäften immer. Wo es früher nur Pizza mit Hackfleisch gab, liegt jetzt auch Mozarella und Pesto im Gefrierfach. Ich koche Gelee für die Kinder mit Agar, der war etwas zeitraubender zu beschaffen (und teuer!), aber nicht unmöglich. Für Veganer ist es natürlich immer etwas schwieriger, aber pflanzliche Milch, Sahne, Joghurt werden überall verkauft. Überraschend schwierig ist es an so einfache Basiswaren wie getrocknete Bohnen und Linsen zu kommen. Die gibt es natürlich, aber oft immer dieselbe Sorte. Aber auch hier helfen die Asien-Geschäfte weiter.

Auch gesellschaftlich hat sich viel verändert. Vor ein paar Jahren wurde ich bei einer Familienfeier noch gefragt ob ich das Hühnchen nicht von der Pizza pulen könnte. Das passiert jetzt nicht mehr. Wenn ich eigenes Essen dabei habe ist es ok, und oft wird auch extra an uns gedacht (auch wenn ich das natürlich nicht verlange). Es ist lange her dass jemand versucht hat mich in eine Diskussion über die Vortrefflichkeit des Fleischkonsums zu verwickeln und auch das Gesundheitsministerium hat pflanzliche Ernährung für unbedenklich erklärt und eigene Ratgeber zur Ernährung von Schwangeren und Kleinkindern herausgegeben.

Ich muss zugeben dass ich in den letzten Jahren nicht so häufig im Restaurant gegessen habe, aber ich habe den Eindruck dass das immer noch kein reines Vergnügen ist. Oft gibt es kein oder nur ein Vegetargericht und nichts veganes. Bei einem Arbeitsessen musste ich statt Mittag auf das Kuchenangebot zurückgreifen („Es gibt schlimmeres“, wird mancher denken 😉). Rein vegane Restaurants stellen das kulinarische Gleichgewicht aber wieder her 😃

PS: Ich lebe in einer Kleinstadt. Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, ist es dem Hörensagen nach nicht möglich vegetarische Spezialitäten zu erwerben. Da muss der Internetversand einspringen.

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Schwanger in Norwegen

31/01/2017 at 05:50 (Uncategorized) (, , , , , , , , , , )


Hier kommt ein Thema das mir im Moment natürlich naheliegt. 😊

In Norwegen kann man für gewöhnlich entweder zum Hausarzt zur Kontrolle gehen, zur Hebamme oder zu beiden im Wechsel. Hebammen sind nicht in allen Gemeinden leicht zugänglich. Im Normalfall gibt es nur einen Ultraschall, zwischen der 17. und der 19. Woche. Der wird im Krankenhaus von einer geschulten Hebamme durchgeführt die das Baby vermisst und auf Entwicklungsfehler untersucht. Hat man Glück kann sie das Geschlecht erkennen, man wird aber darauf hingewiesen dass man keinen Anspruch darauf hat dass die Hebamme extra Zeit darauf verwendet. 

Ist die Schwangere älter als 37, das Kind das Resultat einer Fruchtbarkeitsbehandlung oder es gibt Probleme fallen die Untersuchungen häufiger. 

Man kann auch privat für Gynäkologen, 3D-Ultraschall und besondere Geburtsbegleitung zahlen. Hausgeburten sind sehr selten und müssen auch aus eigener Tasche bezahlt werden. Die allermeisten Kinder werden im Krankenhaus geboren. Väter und Mitmütter dürfen bei der Geburt immer dabeisein, aber nicht immer übernachten. Für gewöhnlich bleibt man 2-3 Nächte auf der Station bevor man nach Hause reist. Nach ein paar Tagen kommt eine „Helsesøster“ (Krankenschwester mit Fortbildung) zum Hausbesuch, danach sieht man sich auf der „Helsestasjon“ wieder wenn das Baby 6 Wochen alt ist. Zu diesem Zeitpunkt wird die Mutter auch einmal von Hebamme oder Hausarzt untersucht.

Alles in allem habe ich mich immer gut behandelt gefühlt, im Sinne von medizinischer Sicherheit für mich und die Kinder, aber durchaus nicht immer gut behandelt im Sinne von ärztlicher und pflegerischer Wärme und Verständnis. Ganz wie im restlichen norwegischen Gesundheitswesen. Aber das ist in Deutschland vielleicht auch nicht anders?

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Wiederbelebung

27/01/2017 at 20:08 (Uncategorized)

Es ist ein paar Jahre her, dass ich hier geschrieben habe, aber ich sehe, dass der Blog immer noch viel besucht wird. Da kann ich ja vielleicht doch das eine oder andere hinzufügen was mir gerade einfällt. Viel Zeit habe ich nicht, weil ich gerade mit unserem vierten und fünften Kind schwanger bin, aber ich werde es versuchen. Habt ihr Fragen zum Leben in Norwegen, dann immer her damit, ich werde versuchen sie zu beantworten.

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Essen in Norwegen

30/06/2010 at 14:25 (Kultur, Speziell für Deutsche) (, , , , )

Wer Deutschlands Grenzen verlässt, muss sich darauf gefasst machen, dass das Essen anders ist, egal wo die Reise hingeht und ob sie eine Woche oder ein paar Jahre dauert. Meckern und Klagen wird nicht geduldet 🙂

Aber man kann sich ja vorher informieren, und eventuell einpacken, was einem fehlen wird.

Im Allgemeinen ist das Essen hier ziemlich salzig. Das fängt mit gesalzener Butter an, über gesalzenes Popcorn und endet mit salzigem Milchreis. Bei einigen Gerichten habe ich mich beim ersten Mal so erschrocken, dass ich sie ausgespuckt habe… 🙂 Der Milchreis, hier risgrøt genannt, schmeckt wie Seewasser mit Zucker drin. An manches gewöhnt man sich (versalzenes Fleisch), manches kann man spezialkaufen (ungesalzene Butter), manches isst man lieber selbstgemacht (Milchreis!). Und auf manches muss – ich jedenfalls – einfach verzichten: Popcorn mit Salz ess ich nicht.

Als Gewürz wird dann auch hauptsächlich eine Mischung aus Zucker und Salz gebraucht, sowie etwas das sich Piffi nennt, und eine Mischung aus allem ist.

Brot wird mit Hefe gebacken, nicht mit Sauerteig.

Kinder bekommen hier viel Zucker. Wegen des allgemeinen Gleichheitszwanges (Gleichheit I und Gleichheit II) sagt Dir das keiner. Offiziell leben alle Kinder hier sehr gesund und bekommen (20g) Süssigkeiten am Sonnabend beim Kinderfernsehen. Aber lass Dir nichts vormachen. Im Winter gibt es Süsses zum Aufwärmen, und weil man so eben gute Stimmung erzeugt in der dunklen Jahreszeit, und im Sommer muss man eben 3 Eis täglich essen – wegen der bekannten norwegischen Hitze 😉

Es gibt ein paar Kombinationen, die gewöhnungsbedürftig sind:

  • Fleisch und Marmelade. (meist Preiselbeer, aber auch Erdbeermarmelade)
  • Brot mit Marmelade und Schnittkäse
  • Zucker und Salz, wie gesagt.

Und ein paar Nahrungsmittel, die in allen Kombinationen gewöhnungsbedürftig sind:

  • Brunost (sprich: Brün-ust, brauner Käse)
  • Fischpudding
  • Fischklopse
  • getrockneter Fisch
  • Fisch-Tomaten-Mus aus der Tube

Und mindestens ein Nahrungsmittel gibt es nicht:

  • Teewurst

Und ja, das Essen ist teuer.

Schreibt gerne einen Kommentar, wenn ihr einig seid, andere Erfahrungen gemacht habt, oder euch jetzt vor dem nächsten Norwegen-Urlaubt gruselt! 🙂

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Papiere in Deutschland

24/06/2010 at 09:59 (Kultur) (, , , , , , )

Als ich das letzte Mal Post vom Amtsgericht in Berlin Weissensee bekam, habe ich laut gelacht. Ich habe keine Ahnung, was ich da unterschreibe. Trotz eines IQs, den zu nennen unbescheiden wäre, verstehe ich kein Wort von dem Kauderwelsch, das sich Amtsdeutsch nennt. Und um den ganzen die Krone aufzusetzen, verlangt das Amtsgericht Papiere von mir, die es hier nicht gibt (Studienbescheinigung mit Semesterwochenstunden!!) Sich für deutsche Scheidungen Rat zu holen, ist in Norwegen natürlich auch nicht leicht.

Im Vergleich die norwegische Scheidung: 2 A4 Seiten, die wirklich jeder versteht.

Natürlich soll es nicht zu einfach sein, sich scheiden zu lassen – aber ist es möglich, dass Paare zusammenbleiben, nur weil der Papierkram so unsäglich kompliziert ist?

Auch andere behördliche Schreiben sind hier gut verständlich. Auch für Ausländer. Und zusätzlich kann man die auch meist in verschiedenen Sprachen bekommen. Vielleicht hätte mir eine englische Übersetzung meiner Papiere geholfen?

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Gleichheit II

24/06/2010 at 09:13 (Kultur) (, , , , , , , , )

Versprochen ist versprochen, hier kommt mehr zum Thema Gleichheit.

Bei uns in Norwegen haben wir verschiedene Ferienangebote für Kinder aus mittellosen Familien. Warum? Weil alle am ersten Schultag gefragt werden, was sie in den Ferien gemacht haben, und da sollen alle etwas zu berichten haben. (Diese Ferienturen werden zum Ende der Schulferien gelegt, damit die Kinder sich noch lebhaft daran erinnern können)

Aus demselben Grund fährt eine Bäuerin, die sonst nie Ferien macht(jemand muss auf die Tiere aufpassen, und sie und ihr Mann sind einfach nicht der Typ für Fernweh) , mit ihren Kindern nach Dänemark. – Für eine Nacht. Damit auch ihre Kinder am ersten Schultag von einer Auslandsreise berichten können.

Unser  Kind wird vielleicht das einzige in seiner Klasse sein, das in diesen Ferien nicht verreist. Wir wohnen ja wo andere Urlaub machen und haben hier einen Campingwagen am Meer. Der Sommer ist die einzige Jahreszeit zu der mir diese Stadt gefällt. Wir sind im Herbst und Winter verreist. Und ich habe im Moment auch einfach kein Fernweh.

Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht. Ich will unser Kind lehren, dass nicht alle gleich sein müssen. Dass nicht alle immer dasselbe machen müssen, zur gleichen Zeit. Wir haben ein selbstbewusstes Kind. (Nicht sehr norwegisch.)

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Urlaub in Norwegen

21/06/2010 at 14:50 (Speziell für Deutsche) (, , , , , , , , , , , , , )

Ich habe noch nie in Norwegen Urlaub gemacht. Im Ernst. Seit ich vor mehr als fünf Jahren hierher gezogen bin, habe ich Urlaub in Schweden, Dänemark und Deutschland gemacht. Ich bin noch nie weiter nördlich als Oslo gewesen. (Wenn man von einem Tag in Haugesund absieht, an dem ich vom Flughafen in ein Büro und wieder zurückgefahren wurde) Deswegen kann ich nicht viel über die Landschaft hoch im Norden, die Fjorde im Westen oder die Skigebiete in Mittelnorwegen sagen.

Ich kann aber dazu beitragen, die unwillige Haltung der Norweger gegenüber deutschen Touristen zu erklären. Hier sind ihre Hauptklagepunkte:

  • „Die Deutschen kommen zum Sterben nach Norwegen.“ Wichtiger Punkt. Viele deutsche Touristen klettern in den Bergen ohne sich in der Gegend auszukennen, ohne etwas über das Bergsteigen zu wissen und/oder ohne sich über das Wetter zu informieren (oder sie lesen den Wetterbericht und denken: wird schon nicht so schlimm kommen). Auch beliebt unter deutschen Angeltouristen: Kahn mieten und ganz nah an die Steilwände ranrudern. Hier ein kleiner Tip: da fallen Gesteinsbrocken runter. Kriegt man die auf den Kopf stirbt man gleich, kriegt man sie in den Kahn, geht der Kahn kaputt und man ertrinkt. Für Skifahrer: Lawinenwarnung bedeutet: hier nicht runterfahren.
  • „Die Deutschen geben in Norwegen kein Geld aus.“ Alle verstehen, dass die Preise in Norwegen hoch sind, und die Löhne in Deutschland nicht. Trotzdem lebt ja die Tourismusbranche vom Geld der Touristen. Und das Geld der Touristen ist überall der Grund weswegen wir uns über (die sonst nervigen) Touristen freuen. Deutsche aber kommen oft im Wohnmobil, das mit Essen und Alkohol vollgestopft ist, und campen wild. Das einzige Geld, das da in Norwegen ausgegeben wird, geht für die Maut und die Angelkarte weg.
  • „Wenn man ein Stück unberührte Natur findet, steht da immer schon ein deutsches Wohnmobil.“ Was soll ich sagen, ich bin nur der Bote.
  • „Die Deutschen können kein Englisch.“ Ist leider oft wahr. Will man reisen, ist es ein Vorteil entweder die Landessprache oder Englisch sprechen zu können.

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Datenschutz

19/06/2010 at 23:21 (Politik) (, , , , , , , , )

Ich bin kein Datenschutzexperte. Auch habe ich das Thema hier schon mehrfach berührt. Trotzdem denke ich, dass eine kurze Zusammenfassung nicht schaden kann. Datenschutz sieht man in Norwegen nämlich grundlegend anders als in Deutschland.

Die Gründe hierfür sind einleuchtend. Norwegen ist ein kleines Land, die Kriminalitätsstatistikken sind beruhigend (nicht für Norweger, aber für andere Europäer). Gleichheit ist eine Zier, und die wird gerne kontrolliert, deshalb weiß man hier traditionell viel über den Nachbarn.

Hier eine kleine Liste von datenschutzrelevanten Unterschieden zwischen Deutschland und Norwegen:

  • das Jahreseinkommen und die gezahlten Steuern aller Bürger sind im Internet veröffentlicht.
  • im Telefonkatalog (Internet) kann man ebenso leicht die Nummer zum Namen wie auch den Namen zur Nummer finden. Oder auch die Nummer zur Adresse usw.
  • jeder hat eine individuelle Personenkennzahl. Mit dieser allein (ohne weitere Sicherungen wie z.B. Passwort) kan man Steuersachen klären, den Hausarzt wechseln, Dokumente über sich selbst anfordern, überhaupt den Arzt aufsuchen und vieles mehr. Und wenn man glaubt, dass diese Nummer gut geschützt ist, liegt man falsch. Man gibt sie überall an, z.B. dem Arbeitgeber, auf allen Formularen, beim Wechseln der Telefongesellschaft, und sie steht überall drauf. Und wenn man den Brief von der Bank nicht mehr braucht, wirft man ihn in den Papierabfall, zusammen mit der Personenkennummer.
  • Unternehmen veröffentlichen gerne Namen und Bilder aller ihrer Angestellten in Broschüren, auf Werbetafeln und im Internet.
  • Norweger lieben Facebook, Twitter & Co. mehr als Deutsche, und geben hier gerne ihren Namen, Arbeitsverhältnisse, zwischenmenschliche Verhältnisse und andere Informationen preis. Beliebt sind auch Bilder von den Kindern, neben Bildern von den Erwachsenen in stark alkoholisiertem Zustand.
  • In Norwegen ist man der Vorratsdatenspeicherung gegenüber sehr skeptisch. Ich habe aber den Verdacht, dass dies hauptsächlich auf dem Unwillen der EU gegenüber beruht. Der Internetdienst Gowal.la wird nämlich hier sehr beliebt, und da legt jeder freiwillig Information über seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort aus. In Echtzeit.
  • Alle kommunalen und staatlichen Dokumente sind öffentlich. Vom Antrag im Parlament bis zur SMS an den Bürgermeister. Als wir um die Genehmigung zum Bau einer größeren Veranda ersuchten, fand ich meinen ausgefüllten Antrag ein paar Tage später bei Google. Natürlich gibt es Ausnahmen für Gesundheits- und andere besonders sensible Daten. Aber auch die gehen in Arendal durch das kommunale Dokument-Zentrum. Da arbeiten 10 Angestellte, die absolut alles über die Bewohner dieser Stadt wissen. Der Datenschutz liegt hier in der begrenzten Gedächtniskapazität der Angestellten.

Diese Liste werde ich sicher fortlaufend erweitern. Kommt gerne mit Kommentaren, falls sich hier Fehler einschleichen, z.B. wenn sich die Situation in Deutschland geändert hat, seit ich das Land verlassen habe 🙂

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